Organisatorisches

  • Preise

1. Psychotherapeutische Leistungen (Einzel-, Gruppentherapie, Entspannungstraining/Hypnose) werden von gesetzlichen und privaten Kassen nach Anzeige bzw. Beantragung übernommen, die Gebührenhöhen richten sich nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) bzw. der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP). Genehmigungspflichtige Therapieleistungen beginnen nach Leistungszusage (spätestens nach 3 Wochen). Bei gesetzlich Versicherten wird über Chipkarte abgerechnet, Privatpatienten und Selbstzahler über Rechnungsstellung an Leistungsnehmer (entsprechende Zahlungsfrist).

2. Beratungs-/Coachingleistungen bzw. Selbstzahlungswunsch:

Erstgespräch/Kurzberatung: 90 € (45 min. – Exploration, Impulse, weitere Planung); im Vorfeld kurze Absprache/Anliegenklärung per Telefon-/Mailkontakt möglich (kostenfrei)

Folgetermine (pro 50 min.): 110 € (Einzelberatung), 120 € (Verhaltenstherapie und Supervision), 130 € (Paarberatung), 150-180 € (Business-Coaching), Teamcoaching 250 €. Terminfrequenz nach Absprache einzel-/doppelstündig bis halbtägig. Skype-Beratungen werden analog gerechnet.

– Heilkundliche Leistungen (Psychotherapie bei krankheitswertiger Störung) sind umsatzssteuerbefreit. Beratungs-/Coachingpreise sowie Supervisionen sind als nicht-heilkundliche Leistungen Nettopreise (plus USt., bei beruflichen Anlässen als Werbungskosten i.d. Regel steuerlich absetzbar).

– Sonstige Leistungen (Diagnostik/Gutachten, Online-/Telefon-Beratung, Mail-Feedback): Gebühren auf Anfrage (im Rahmen laufender Behandlung/Beratung teils inklusive oder über EBM/GOP-Leistungskatalog)

  • Verhaltenstherapie   [seit April 2017 sind neue Psychotherapierichtlinien für gesetzlich Krankenversicherte in Kraft – siehe auch Informationen der KBV und dem G-BA]
  1. Frequenz: Sitzungen (pro Einheit 50 min., Einzel- oder Doppelstunden) finden in der Regel einmal pro Woche statt in der Praxis oder vor Ort, individuelle Vereinbarungen sind möglich. Für etwaige Notsituationen außerhalb der Praxis-Termine sind Fach- und Hausärzte, Klinikambulanzen (z.B. Nordklinikum Nürnberg: 0911-3982199) und Krisendienste (z.B. 0911-4248550) zuständig. Medikationen oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen erfolgen über mitbehandelnde Ärzte, ebenso Klinikeinweisungen. 
  2. Prozess: Der Erstkontakt kann ohne haus- oder fachärztliche Überweisung direkt vom Patienten aufgenommen werden. Bis zu drei (50-min.) bzw. sechs (25-min.) psychotherapeutische Sprechstunden dienen der Abklärung, ob ein Verdacht auf eine krankheitswertige Störung vorliegt und weitere fachspezifische Hilfen, ggf. auch an anderer Stelle im Versorgungssystem (z.B. Klinik), nötig sind. Die Akutbehandlung ist eine zeitnahe psychotherapeutische Intervention im Anschluss an die Sprechstunden. Sie dient der Besserung akuter psychischer Krisen- und Ausnahmezustände bzw. Stabilisierung vor der eigentlichen Psychotherapie. Eine Akutbehandlung erfolgt als Einzelbehandlung (bis zu 12 x 50-min.-Einheiten) und ist gegenüber der Krankenkasse nur anzeigepflichtig (nicht antragspflichtig). Nach Einholung eines Konsiliarberichtes (Haus-/Facharzt) zur Abklärung evtl. somatischer Ursachen kann bei Bedarf eine Kurzzeittherapie beantragt werden, auf die eine Langzeittherapie und Rezidivprophylaxe zur Rückfallsvermeidung folgen können.
  3. Der individuelle Behandlungsstand wird im gemeinsamen Gespräch, unterstützt durch Fragebögen, fortlaufend geprüft; nach Absprache ist ein Therapieende jederzeit möglich. Der Behandlungserfolg kann durch Termine in größeren Abständen alltagsgerecht stabilisiert werden (s.a. Selbstmanagement-Ansatz). Ein Therapieabbruch erfolgt bei mangelnder Mitarbeit des Klienten, mehreren Terminversäumnissen und längerem Nicht-Melden. Nach spätestens 2 Quartalen ohne Termine gilt die Therapie seitens der Krankenkasse als abgeschlossen.
  4. Privat: Eine eigene Regelung gilt bei Privatkassen und Beihilfe: Die Rechnung gemäß der Gebührenordnung für Ärzte und Psychotherapeuten wird direkt dem Klienten gestellt, der diese bei der Kasse einreicht. Falls nicht über die Versicherung abgerechnet wird (Selbstzahlungswunsch oder fehlende Indikation für Heilbehandlung), gelten die individuellen Vereinbarungen.
  5. Absage: Terminvereinbarungen gelten als verbindlich, die Absagefrist beträgt 48 Stunden an Werktagen (Mo-Fr). Danach wird unabhängig vom Versäumnisgrund (außer bei akuter Erkrankung) ein Ausfallhonorar (ca. 2/3 der Leistung) erhoben, da in einer Bestellpraxis Sitzungstermine geplant werden müssen. Organisatorische Fragen können am besten per eMail oder zu den Telefonsprechzeiten geklärt werden.
  6. Compliance: Therapiekontakte unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht, d.h. Informationen über Klient bzw. Behandlung dürfen ohne Einwilligung nicht weitergegeben werden (außer bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung). Ein wichtiges Kriterium für lösungsorientierte Erfolge ist die aktive Mitarbeit des Klienten und eine transparente Arbeitsbeziehung:  Etwaige Unstimmigkeiten oder Unklarheiten sollten daher zeitnah besprochen werden.
  • Coaching/Beratung
  1. Frequenz: Die Dauer für lösungsorientierte Interventionen bewegt sich erfahrungsgemäß zwischen 3 und 15 Sitzungen (je Einzelstunde), in der Praxis oder vor Ort (z.B. Arbeitsplatz). Der Modus wird individuell abgestimmt, auch Kompakttermine sind möglich, ggf. ergänzt durch Workshops oder (Team-) Trainings. Akutcoaching 1-3 Termine, Kurzcoaching 3-5 Termine, Intensivcoaching 5-15 Termine, Frequenzempfehlung: anfangs in kürzeren (z.B. wöchentlichen Abständen), später ggf. ausdünnend
  2. Vertrauen: Coaching/Beratung ist eine Vertrauenssache. Der Berater verpflichtet sich, qualitätsorientiert nach bestem Wissen und fachlichem State-of-Art sowie humanistischen Wertestandards zu arbeiten. Informationen werden ohne Einwilligung des Klienten nicht weitergegeben, eventuell nötige Informationen an den Auftraggeber bei Fremdanlässen (z.B. Vorgesetzter im Business-Coaching) wird vor der Intervention geklärt.
  3. Compliance: Wie auch in der Verhaltenstherapie gilt: Der Beratungserfolg ist von der Bereitschaft des Klienten abhängig, sich aktiv und eigenverantwortlich zu beteiligen. Auch hier gilt das Motto: „Nicht alles ist möglich, aber immer ist etwas möglich.“
  4. Neutralität: Bei Paar- oder Teamberatung gilt das Prinzip der Neutralität. Um Ungleichgewichte zu vermeiden, werden die Partner/Kollegen  in der Regel gemeinsam beraten. Eine kommunikative, respektvolle Transparenz ohne pauschale Ratschläge aber mit klaren Worten ist darüberhinaus nötig für einen nachhaltigen Erfolg.
  • Gruppentherapie
  1. Angebot: Verhaltenstherapeutische Gruppe (5-9 Teilnehmer) als Alternative zur Einzeltherapie im Rahmen einer Kurzzeittherapie (siehe oben).
  2. Ziele: Gemeinsame Anregung psychischer Stärken, Entwicklung von Lösungs- und Bewältigungsideen, Entlastung und Perspektivänderung, persönliche/soziale Kompetenzförderung, Achtsamkeits-/Genusstraining, Klärungshilfe. Der „gute Geist“ der verhaltenstherapeutischen Gruppe in der Praxis Pscherer lautet: „Entdecke und nutze deine Ressourcen und unterstütze Andere dabei.“
  3. Formales: Wöchentliche bis zweiwöchentliche Termine (Freitag 15.00-16.40 Uhr). Regelmäßige und aktive Teilnahme ist Voraussetzung. Im Verhinderungsfall rechtzeitige Absage (2 Werktage ohne Ausfallrechnung wie im Einzelsetting) per Email an die Praxis.
  • Online-Beratung
  1. Psychologische Beratung und Coaching sind nun auch per Videosprechstunde (Skype) möglich, ergänzend zu persönlichen Terminen (ggf. aufgrund räumlicher Entfernung etwa bei beruflichem Einsatz). Eine Online-Beratung bietet sich vor allem auch dann an, wenn lösungsfokussierte Anregungen quasi vor Ort umfeldnah begleitet und evaluiert werden.
  2. Online-Beratung, sinnvoll und professionell eingesetzt, stellt laut Untersuchungen ein zeitgemäßes und flexibles Instrument dar und bietet ähnliche verhaltensnahe Optionen wie der direkte Kontakt, mit nur geringen Einschränkungen der persönlichen Atmosphäre bei entsprechender technischer Ausstattung. Natürlich bleibt das Gespräch in der Praxis die Option Nr. 1 und wird in Therapien ausschließlich angeboten (hier gegebenenfalls kurze zusätzliche Online-Rückmeldungen). Die Konditionen entsprechen den sonstigen Face-to-face-Kontakten.

 

Berufsrechtliche Angaben

  • Niedergelassener Psychologischer Psychotherapeut (1999 Approbation des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit), eingetragen im Arztregister, Fachkundenachweis
  • Kassenärztliche Zulassung für Verhaltenstherapie bei Erwachsenen (KV-Nr. 666929200), Zulassungen für Einzel- und Gruppentherapie, Entspannungsverfahren (Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training) und Hypnose
  • Aufsichtsbehörden: Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB), Psychotherapeutenkammer (PTK)
  • Berufsrechtliche Regelungen: Psychotherapeutengesetz (PsychThG)
  • Abrechnung Psychotherapie: Privat und alle Kassen
  • Selbstzahlungs-Modus: Psychologische Beratung in Anlehnung GOP/GOÄ, Business-Coaching marktüblich