Tipps für effektives Lernen

Gepostet von am Okt. 8, 2013 in Blog

Unser modernes Wissensumfeld versorgt uns permanent mit neuen Informationen, manchmal gleichzeitig, verwirrend oder schlicht auch überflüssig. Umso wichtiger ist eine gezielte, den Bedürfnissen und Aufgaben angepasste Auswahl. Sollen die Informationen zudem behalten und angewandt werden, ist optimiertes Lernen das A und O. Wie geht das?  Wir können Informationen zwar auch unbewusst oder nebenbei speichern, viel wirksamer ist jedoch ein gezielter Lernprozess. Nicht hilfreich dabei ist die Trichterversion – möglichst viel reinstopfen. Genauso wenig wie stures, eintöniges Auswendig-Pauken. Besser aktiv wiedergeben ohne Scheu vor Fehlern und versuchen, wirklich zu begreifen. Wisse, was du noch nicht weißt. Systematisch und abwechslungsreich portioniert, dabei zuversichtlich und neugierig. Hier die einzelnen Tipps aus der Gedächtnisforschung: 1. Trenne Wichtiges von Unwichtigem! Mut zur Lücke, Lernstoff reduzieren. 2. Knüpfe an! Wer hat, dem wird gegeben, auch durch Wiederholen. 3. Miste aus! Pausen und handliche Portionen helfen zu sortieren. 4. Fühle Freude! Positive Gefühle mit Gelerntem verbinden ist ein guter Kitt. 5. Testen! Sich und anderen das Wissen erklären und anwenden.   Hier noch die Korrektur einiger Irrtümer übers Lernen: – Lerntypen wie der Seh- oder Hörtyp sind selten eindeutig. Besser ist, mit vielen Sinnen zu lernen. – Ältere Menschen können auch noch gut lernen. Allerdings etwas anders, mehr mit Anknüpfen an Vertrautes. – Hirnjogging wie Kreuzworträtseln und Knobeln ist nur begrenzt nützlich. Breiter regen Tätigkeiten wie Tanzen an, da auf mehreren Ebenen. – Digital macht nicht dumm. Aber schränkt in bestimmten Bereichen ein (etwa Navigieren). Andererseits nützlich, wenn sinnvoll genutzt. – Das menschliche Gehirn ist kein Computer oder Schublade. Unser kogntives Netzwerk  ist sehr plastisch und veränderbar. – Lernen gelingt nicht im Schlaf. Besser ist, bewusst zu lernen und erst danach zu schlafen. Ausführliche Informationen zum „Besser Lernen“ finden Sie in der Zeitschrift Gehirn und Geist,...

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Alle Neuigkeiten

Gepostet von am Sep. 25, 2013 in Allgemein

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Unter dem Reiter Medien erfahren Sie Aktuelles und Informatives – wie Sie zur Praxis Pscherer kommen, wo Sie diese sonst noch finden und was es Neues aus der Welt der Gesundheit und Ressourcen gibt.

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Unser Bauchgehirn

Gepostet von am Sep. 24, 2013 in Blog

Unser Bauchgehirn

Redensarten sprechen davon, dass etwas „auf den Magen schlägt“ oder sich „Schmetterlinge im Bauch“ tummeln. Bauchentscheidungen verzichten auf bewusstes Abwägen der Großhirnrinde – aber werden diese Entscheidungen denn wirklich im Bauch getroffen? In gewisser Hinsicht: ja. Unser Bauch besitzt ein eigenes Nervensystem, in seiner Größe vergleichbar mit dem Großhirn eines Hundes. Der Verdauungstrakt des Menschen ist von bis zu 600 Millionen Nervenzellen durchzogen, die dafür sorgen, dass unsere Nahrung verarbeitet und entsorgt wird. Das sogenannte enterische Nervensystem (ENS) unterscheidet sich nicht wirklich vom Zentrum im Kopf, es finden sich in der Darmwand die gleichen Botenstoffe wie im Gehirn des Oberstübchens. Wir können also getrost von einem Bauchhirn sprechen, das sogar für die Hauptproduktion unseres Glückshormons Serotonin verantwortlich ist, ein wichtiger Stimmungsregulator. Das Kribbeln im Bauch ist ein freudiges körperliches Signal dafür. Über den Vagusnerv werden solche und andere emotionale Informationen ans Gehirn weitergeleitet – unsere Bauchregion ist quasi eine Nebenstelle des limbischen Systems. Das Hilfspersonal ist eine riesige Armee: 100 Billionen Bakterien kolonisieren den Darmurwald, abhängig übrigens auch von der Art unserer Ernährung: Ein bekennender Fleischesser beherbegt andere mikrobiologische Kolonien als ein Vegetarier – mit Folgen für die Gefühlsregulation. Eine Studie zeigte, dass eine Joghurt-Diät zu mehr Gelassenheit beiträgt. Vermutlich auch deshalb geht Obelix nach dem Verzehr zweier Wildschweine nicht gerade zimperlich mit römischen Legionären um. Gefühle kann unser Bauchgehirn zwar nicht direkt erzeugen, aber zumindest die Wahrnehmung unserer Umwelt färben. Sprich – ausgewogene Ernährung trägt zu seelischer Ausgewogenheit bei. Genussvoll und in Maßen. Mehr zum Thema finden Sie...

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Mit Gesundheit zum Erfolg – Salutogenese

Gepostet von am Sep. 17, 2013 in Blog

Mit Gesundheit zum Erfolg – Salutogenese

Salutogenese ist das Gegenteil von Pathogenese, sprich Krankheitslehre. Der von Aaron Antonovsky geprägte Ansatz der Gesundheitsorientierung sieht vielmehr ein Kontinuum zwischen gesund und krank sowie den ganzen Körper-Seele-Menschen in seiner sozialen Umwelt. Der einzelne Mensch ist nicht entweder gesund oder krank, sondern bewegt sich auf einer Bahn. Stressoren an sich sind normal, entscheidend ist nicht die (vorübergehende) Belastung, sondern die hilfreiche Anpassung an die Herausforderungen. Das Schlüsselwort hierzu heißt Coping als eine Bewältigungsfähigkeit, die das sogenannte Kohärenzgefühl laut Antonovsky ermöglicht. Man könnte auch sagen: eine Stimmigkeit. Geprägt durch individuelle Erfahrungen, beeinflusst von Erziehung, Vorbildern aber auch negativen Einflüssen, vermittelt dieses Grundgefühl eine bestimmte Sicht auf das eigene Leben. Wenn es gut aussieht, resultiert daraus ein Wohlgefühl bestehend aus Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit. –       Verstehbarkeit: kognitive Sinnhaftigkeit, die Dinge sind für die Person erklärbar und vorhersehbar – die gedankliche Komponente –       Handhabbarkeit: aktive oder akzeptierende Einflussnahme auf die Umwelt mittels persönlicher Ressourcen – die emotionale Komponente –       Bedeutsamkeit: der Wert, den das eigene Engagement vermittelt, ob es sich lohnt – die sinnstiftende, motivationale Komponente Verantwortlich für das Kohärenzgefühl sind die situationsübergreifenden Widerstandsressourcen einer Person. Werden Stressoren erfolgreich bewältigt, etwa durch Problemlösung oder auch humorvoll-gelassene Distanzierung, hat dies einen gesundheitsstärkenden Effekt, wie aus der modernen Stressforschung bekannt ist. Coaching ist nachgewiesen ein wirksames Instrument, um solche Copingkompetenzen aufzubauen. In über 30 Ländern fand sich bei empirischen Untersuchungen ein positiver Zusammenhang zwischen Kohärenz und psychischer wie physischer Gesundheit. Professionelles Business-Coaching nutzt die ganzheitliche Sicht auf salutogenetische Einflüsse und liefert quasi selbst eine Widerstandsressource. Im vertrauensvollen Gespräch mit dem Coach erfährt beispielsweise eine Führungskraft, wie sie eine gesunde Balance findet zwischen eigenen Ansprüchen, Anforderungen des Marktes und Bedürfnissen der Mitarbeiter. Authentische Führung in diesem Sinne wird im Coaching hinsichtlich Möglichkeiten und Grenzen reflektiert (Faktor „Verstehbarkeit“), um ein persönliches Konzept glaubwürdig und motivierend vertreten zu können. Auch kann der Fokus auf handwerklichen Basiskompetenzen in der Gesprächsführung und Konfliktlösung gelegt werden (Faktor „Handhabbarkeit“). Auf einer „höheren“ Sinnebene schließlich wird die eigene berufliche Rolle im beruflich-privaten Spannungsfeld erörtert und werteorientiert als stimmige Identität erlebbar gemacht. Keine unwesentliche Ebene bei der Erarbeitung von nachhaltigen Karriereplänen im Business-Coaching. Auf der Ebene der drei genannten Komponenten kann das jeweilige Klientenanliegen also strukturiert werden durch individuelle Reflexionshilfen, Erweiterung von Handlungsoptionen und Werte- bzw. Sinnklärung. Eine vorübergehende Coachinghilfe kann so zu einer generalisierten, künftigen Widerstandsressource in unterschiedlichen „Work-„/Arbeitsfeldern wie auch privaten „Life“-Bereichen werden. Gerade im beruflichen, komplexen Umfeld eines modernen Unternehmens mangelt es dem Einzelnen nicht selten an dieser Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit, wenn auch nicht immer und zu gleichen Anteilen. Die Gewichte auf diesen Ebenen können unterschiedlich sein, bisweilen fehlt es mehr an der Vorhersehbarkeit globalisierter Entgrenzungen (Beispiel internationale Zulieferprobleme), manchmal mehr an der Einflussnahmekapazität (z.B. kooperativer Delegationsstil im Konflikt mit der Notwendigkeit anzuordnen). Oder drittens an grundsätzlichen Fragen der Sinnhaftigkeit von Entscheidungen als Führungs-„Rädchen“. Hier setzt im ganzheitlichen Sinne das salutogenetische Konzept an, um mit entsprechenden fundierten Coaching-Methoden erfolgreiche und gleichzeitig gesundheitsförderliche Bedingungen aufzubauen....

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